Tag des Geotops im Steinbruch Schicker
Auch in diesem Jahr boten der GEOPARK Bayern-Böhmen und die Diabas-Werke Schicker in Bad Berneck zum Tag des Geotops am 18. September eine gemeinsame Betriebs- und Steinbruch-Führung in den Steinbruch „Schicker“ an. Schon lange vor dem Termin ist diese beliebte Veranstaltung ausgebucht. Nach einer kurzweiligen Präsentation der Firmengeschichte, zur Produktpalette, den Strategien des Abbaus und zum Naturschutz durch den Betriebsleiter Otto Kreil in der Werkskantine (mit Verköstigung!) ging es auf eine erlebnisreiche Fahrt durch das weitläufige Areal des Steinbruchs. Zur Verfügung stand dafür ein eigens umgebauter Muldenkipper. Den Abschluss der gut fünfstündigen Veranstaltung bildete eine eindrucksvolle Schau- bzw. Rohstoffsprengung, deren Planung und Ablauf im Vorfeld ausführlich erläutert wurden.
Ausführliche Informationen hierzu auch unter https://www.geopark-bayern.de/news/2025/09/18/tag-des-geotops-im-steinbruch-schicker/

Bayerischer Repräsentant des „Gestein des Jahres“ 2025 in Mistelgau gekürt
Alljährlich kürt der Geologische Dienst im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) einen bayerischen Vertreter des Gestein des Jahres, dessen Wahl durch den Bundesverband der Geowissenschaftler in Deutschland (BGD) und die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) in diesem Jahr auf den Ton fiel. Das LfU wählt die Lokalität für die Auszeichnung sowohl unter dem Gesichtspunkt des Vorkommens des Gesteins als auch im Hinblick auf die Würdigung von Akteuren, die sich für den Erhalt des entsprechenden Geotops einsetzen. Diesjährig ging die Auszeichnung an die ehemalige Tongrube Mistelgau im GEOPARK Bayern-Böhmen. Anerkennungsurkunden für ihren Einsatz erhielten (v.l.n.r.) Landrat Florian Wiedemann (als stellvertretender Vorsitzender für den GEOPARK Bayern-Böhmen), Bürgermeister Karl Lappe (für die Gemeinde Mistelgau), Dr. Serjoscha Evers (für das Urwelt-Museum Oberfranken) und Dr. Andreas Peterek (für die Naturwissenschaftliche Gesellschaft Bayreuth). Überreicht wurden die Urkunden vom Leiter des Geologischen Dienstes Dr. Roland Eichhorn (Bildmitte).
Die Tongrube Mistelgau hat eine überregionale Bedeutung als Fossilien-Fundstätteim Übergang vom Lias in den Dogger. Weitere Informationen und Link zum Faltblatt „Gestein des Jahres“ unter https://www.geopark-bayern.de/news/2025/09/11/bayerischer-repraesentant-des-gestein-des-jahres/ .
Bereits im Juli wurde rund 15 Kilometer entfernt auf der Hohenmirsberger Platte bei Pottenstein (ebenfalls im Geopark) der bayerische Vertreter des „Boden des Jahres“ – die Rendzina – in einer kleinen Feierstunde gekürt. Aus den Händen des Vizepräsidenten des LfU Herrn Ralph Neumeier erhielten Urkunden u.a. der Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura, der GEOPARK Bayern-Böhmen und die Stadt Pottenstein.

Infotafel zur GEO-Tour Granit am Steinzentrum Wunsiedel angebracht
Im Rahmen eines grenzüberschreitenden Geopark-Projektes wurde eine der Naturgeschichte und dem Naturwerkstein gewidmete „GEO-Tour Granit“ mit 12 bayerischen und 12 tschechischen Stationen eingerichtet. Eine der Stationen befindet sich auf dem Gelände des Steinzentrums Wunsiedel und beschäftigt sich hier mit dem Granit als Bildhauerstein.
Das Steinzentrum Wunsiedel beherbergt das „Europäische Fortbildungszentrum für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk“ und das „Deutsche Natursteinarchiv“. Zudem sind hier die „Staatliche Fachschule
für Steintechnik und Gestaltung“ und die „Berufsschule Stein“ untergebracht. Im Steinzentrum Wunsiedel besteht eine lange Tradition der Bearbeitung des Granits als Bildhauerstein. Objekte zahlreicher bekannter Bildhauer, die an dieser Einrichtung gelehrt haben, finden sich in ganz Deutschland.
Zur GEO-Tour Granit ist eine 152-seitige Informationsbroschüre erschienen, die gegen Entrichtung der Versandgebühren bei der Geschäftsstelle des Geoparks angefordert werden kann.
Weitere Informationen unter https://www.geopark-bayern.de/news/2025/07/04/info-zur-geo-tour-granit-am-steinzentrum-wunsiedel/ .
Im Bild: Thomas Laubscher (Leiter Steinzentrum Wunsiedel) und Dr. Andreas Peterek (Geopark) vor der neu angebrachten Informationstafel.

Besuchergruppe aus dem Kaukasus im GEOPARK Bayern-Böhmen
Im Rahmen einer an der Universität Gießen stattfindenden Tagung zu den Möglichkeiten der Einrichtung grenzüberschreitender Geoparks zwischen den Ländern Georgien-Aserbaidschan und Georgien-Armenien, organisiert durch Prof. Dr. Andreas Dittmann (Lehrstuhl Anthropogeographie und Geographische Entwicklungsforschung), besuchte eine rund 30-köpfige Gruppe den GEOPARK Bayern-Böhmen, um sich über dessen grenzüberschreitende Struktur zu informieren. Besucht wurden im Rahmen des mehrtägigen Aufenthalts in Bayern u.a. das Vulkanmuseum in Parkstein und das GEO-Zentrum an der KTB sowie in Tschechien das Besucherzentrum des historischen Zinnbergwerkes Jeroným (Grube Hieronymus). Geführt wurde die Gruppe durch den Leiter des GEOPARK Bayern-Böhmen Dr. Andreas Peterek.

Der GEOPARK Bayern-Böhmen besucht den Geopark Barrandien in Tschechien
Im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Projektes zur Förderung eines Erfahrungsaustausches besuchten Vertreter und Vertreterinnen des GEOPARK Bayern-Böhmen und weitere Personen aus der Umweltbildung den zwischen Pilsen und Prag liegenden Národní geopark Barrandien (Nationaler Geopark Barrandien). Dieser nach dem französischen Geologen Joachim Barrande benannte Geopark präsentiert das Altpaläozoikum der Prager Mulde, eine traditionsreiche Montangeschichte sowie besonders eindrucksvoll den Tschechischen Karst (Český Kras). Besucht wurden neben Museen, Besucherzentren und Lehrpfaden auch das Arbeitslager für Kriegsgefangene (1949-1951) und politische Häftlinge (1951-1961) in Vojna bei Příbram (im Bild). Dieses diente dem Einsatz der Häftlinge in den dortigen Uranbergwerken – ein dunkles Kapitel, das auch im tschechischen Teil des GEOPARK Bayern-Böhmen von Bedeutung ist.
Mehr Informationen unter https://www.geopark-bayern.de/news/2025/08/08/infofahrt-in-den-narodni-geopark-barrandien/ .

„Tag der Steine in der Stadt“ in Pleystein
Zum diesjährigen bundesweiten „Tag der Steine in der Stadt“ am 18. Oktober veranstalteten das Stadtmuseum Pleystein und der GEOPARK Bayern-Böhmen gemeinsam eine Exkursion auf den Spuren der Naturwerksteine an Gebäuden, Denkmälern und Brunnen in der Stadt Pleystein. Unter Leitung des Naturstein-Experten Dr. Gerhard Lehrberger (TU München) ging es dabei nicht nur um die Herkunft und Entstehung der Gesteine, sondern auch um die Geschichte der aus ihnen geschaffenen Objekte. Bereits am Vortag gab es einen einführenden Abendvortrag von Gerhard Lehrberger.
Die „Steine in der Stadt“ sind eines der Schwerpunktthemen im GEOPARK Bayern-Böhmen. Zum Tag der Steine in der Stadt gab es im Geopark auch Führungen in Bayreuth, Bad Weißenstadt und Bad Berneck.
