Eiszeit hautnah – Neue Geostation der GrenzWelten in Udenborn
Wer sich dafür interessiert, wie die heimische Region als eiszeitliche Landschaft gestaltet war und wie das Kiesvorkommen an der Eder damit zusammenhängt, hat nun in Wabern- Udenborn dafür eine gute Gelegenheit. Der Nationale Geopark GrenzWelten hat eine ent-sprechende Geostation am Udenborner Picknickplatz installiert
Mit ihrer modernen Informationstafel lädt die neue Geostation in Udenborn dazu ein, nicht nur die Besonderheiten zu entdecken, von denen die eiszeitliche Landschaft vor Tausen-den von Jahren geprägt war. Auch das Kiesvorkommen an der Eder und dessen Bedeutung für die Region wird dargestellt.

Wanderungen in die Erdgeschichte – Der Geopark GrenzWelten
Im Pfeil-Verlag ist in der Reihe „Wanderungen in die Erdgeschichte“ mit dem aktuellen Band jetzt ein Führer über den östlichen Teil des Geoparks GrenzWelten erschienen.
Der Geopark GrenzWelten liegt in einer geologisch abwechslungsreichen und landschaftlich reizvollen Mittelgebirgslandschaft. Von den bis zu 843 m hohen Gipfelregionen des Sauerlandes und Kellerwaldes bis hinunter in die tiefen Tälern und Becken der Hessischen Senke bieten sich spannende Einblicke in die Erdgeschichte. Aufgrund seiner landschaftlichen und naturräumlichen Grenzlage zwischen Rheinischem Schiefergebirge im Westen und Hessischer Senke im Osten vereint der Geopark die unterschiedlichsten Gesteine aus verschiedenen Erdzeitaltern, die eine erdgeschichtliche Zeitspanne von insgesamt rund 400 Millionen Jahren umfassen. Das Geopark-Leitmotto „GrenzWelten – WeltenGrenzen“ greift die vielfältigen geologischen, aber auch naturräumlichen und kulturhistorischen Grenz-Situationen in der Region auf. Die beiden Bände über den Geopark in der Reihe „Wanderungen in die Erdgeschichte“ repräsentieren die erste umfassende erdgeschichtliche Beschreibung des Gebietes.

Kunst-Projekt im Nationalen Geopark GrenzWelten: Malen mit Erdfarben
Der Nationale Geopark GrenzWelten hat seine wertvolle Bildungsarbeit um ein ganz beson-deres Projekt erweitert. Beim „Künstlerischen Gestalten mit Erdfarben“ konnten Kinder im Grundschulalter erleben, dass sich mit natürlichen Materialien „echte“ Bilder herstellen lassen. Unter Anleitung der Künstlerin Gerlinde Vestweber, die ihren Workshop auf Einla-dung des Geoparks anbot, schufen die Mädchen und Jungen wahre Kunstwerke. Als Material hatte die Künstlerin Leinwände, Farben, Binder, Erdfarben, Pigmente und Holzrahmen mitgebracht. Zu Beginn erklärte sie den Kindern die Erdfarben: Kalk in einer beigen Farbe, rötlicher Buntsandstein, dunkle Gartenerde und eine durch Kohleanteile sehr dunkle Erde. In der Wahl ihres Motivs waren die kleinen Künstlerinnen und Künstler frei – Vorgabe war lediglich, erst die Erdfarben zu verwenden.

Blockschutthalden am Edersee bei geführter Wanderung vorgestellt
Wer sich ausführlicher über die Blockschutthalden am Edersee als Geotop des Jahres 2025 informieren lassen wollte, hatte dazu am Tag des Geotops auf einer fachkundig begleite-ten Wanderung auf der Bloßenberg-Route die beste Gelegenheit. Auf der Wanderung wurde die neu errichtete Infotafel (Blockschutthalden – Relikte der Eiszeit) vorgestellt und die Wissensdurstigen erhielten weiterführende Infos zur Geologie und zum Lebensraum „Blockschutthalde“. Ausgerichtet wurde die Tour gemeinsam vom Nationalen Geopark GrenzWelten und vom Nationalpark Kellerwald-Edersee; als fachkundige Begleiter der Wandergruppe standen Geoparkleiter Dr. Georg Bresser und stellvertretender Nationalparkleiter Achim Frede zur Verfügung. Ob bei einem Abstecher zu Christian’s Eck auf der Daudenbergroute oder an den felsigen Standorten der Pfingstnelke, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten, das UNESCO-Weltnaturerbe mit ganz neuen Augen zu sehen. Vor allem konnte auf der Wanderung vermittelt werden, in welch vielfältiger Weise die beiden Aspekte „Geologie“ und „Natur- und Landschaftsschutz“ im Nationalpark ineinander greifen und sich gegenseitig ergänzen.
Alle Fotos: © Geopark Grenzwelten
